Donnerstag, 25. Oktober 2012

BACKYARD JAZZ ORCHESTRA

Donnerstag, den 1. November 2012, um 19 Uhr, Oper Kronstadt
Nicolas Simion Trio
Petra Acker Trio
The Backyard Jazz Orchestra (Deutschland)


Der akustische Balkan reicht von griechischem Rembetiko über die Blechblasattacken der südosteuropäischen
„Orkestars“ bis zu den rumänischen Tangovarianten. Die Jazzer Peter Ewald (Tenorsaxofon) und Stefan
Schultze (Piano) aus Deutschland haben mit bekannten Kollegen und jungen Nachwuchsmusikern aus der Region auf Einladung des Goethe-Instituts eine Bigband zusammengestellt, die die Facetten des Balkan Jazz aufgreift und sie zu einem eigenen Sound weiterentwickelt. Die Band geht nach den Workshops im letzten Jahr und einem Konzert in Köln nun auf Tournee.
Bandmitglieder sind u.a. Nicolas Simion (Saxofon, RO), Martin Lubenov (Akkordeon, BG), Fedor Ruskuc (Bass, SRB) und Daniel Schröteler (Schlagzeuger, DE).


Kartenverkauf: Oper Kronstadt

[Anmerkung: Anzeige des Deutschen Kulturzentrums Kronstadt, Rumänien]
 

Sonntag, 21. Oktober 2012

Zweisprachige Lesung HORST SAMSON

Zweisprachige Lesung Deutsch-Rumänisch mit dem rumäniendeutschen Autor
HORST SAMSON
Librăria OKIAN
str. Mureşenilor nr.1
Dienstag, 23.10.2012, um 17 Uhr

Das Deutsche Kulturzentrum Kronstadt lädt zu einer zweisprachigen Lesung Deutsch-Rumänisch mit dem rumäniendeutschen Autor Horst Samson, am Dienstag, den 23.10.2012, um 17 Uhr, in der Okian-Buchhandlung ein. Horst Samson ist ein bekannter Dichter schon seit den 70-er Jahren, als er zusammen mit Herta Müller, Richard Wagner, William Totok oder Helmuth Frauendorfer im Literaturkreis der „Aktionsgruppe Banat“ und später in den 80-er Jahren im „Adam-Müller-Guttenbrunn“-Literaturkreis mitwirkte. Er erhielt wichtige Literaturpreise im Inn- und Ausland, wie den Lyrikpreis des Rumänischen Schriftstellerverbandes (1981), den Adam-Müller-Guttenbrunn-Literaturpreis (1982), den Nordhessischen Lyrikpreis (1992) oder den Meran-Förderpreis (1998).
Horst Samson schreibt in erster Linie Lyrik, die seit 1976 in Anthologien und Literaturzeitschriften veröffentlicht wurde. Er debütierte 1978 mit dem Gedichtband „Der blaue Wasserjunge“ und ließ ab diesem Zeitpunktregelmäßig weitere Gedichtbände bis ins Jahr 2000 erscheinen. Im Rahmen der Kronstädter Lesung werden Texte aus verschiedenen Bänden und mehreren Zeitabschnitten vorgestellt.
Wir freuen uns auf Ihr Kommen!
 
[Anmerkung: Anzeige des Deutschen Kulturzentrums Kronstadt, Rumänien]
 

Dienstag, 25. September 2012

Herta Müller Ausstellung (27.09.2012-27.10.2012)


Das Goethe Institut im Zusammenarbeit mit dem Deutschen Kulturzentrum Kronstadt laden Sie am 27.09.2012, um 18:30 Uhr zu der Vernissage der Ausstellung „Herta Müller: Der Teufelskreis der Wörter“ ein.
Mit Herta Müller: Der Teufelskreis der Wörter“ zeigt das Goethe-Institut eine Ausstellung, die das Leben und Werk der rumänisch-deutschen Schriftstellerin und Literaturnobelpreisträgerin nachzeichnet. Die Ausstellung folgt den Spuren der Autorin angefangen mit ihrer Kindheit im schwäbischen Banat bis hin zur Verleihung des Literaturnobelpreises.

Gezeigt werden Dokumente und Fotografien aus dem Familienbesitz Herta Müllers. In Fernsehinterviews spricht sie über ihre Zeit in Rumänien und in Deutschland, über ihre Ausreise, über ihr Schreiben – und über das, was sie antreibt. Weggefährten wie die Autoren der „Aktionsgruppe Banat“ kommen zu Wort, Auszüge aus Securitate-Akten berichten von einem rigorosen und menschenfeindlichen politischen System. Die Collagen Herta Müllers, die am Ende der 80er Jahre entstanden sind, zeigen eine unbekannte Facette ihres Schaffens.

Programmder Ausstellung
27.09.212,ab 18:30 Uhr – VERNISSAGE

  • Feierliche Eröffnung der Ausstellungstournee in Rumänien.
  • Rundtischgespräch und Lesung mit:

Johann Lippet (Schriftsteller)
Lutz Dittrich (Kurator der Ausstellung)
Carmen Elisabeth Puchianu (Schriftstellerin)
Caius Dobrescu (Schriftsteller)
AlexandruAl. Şahighian (Übersetzer)
und Robert G. Elekes (Moderation).

3.09.2012,ab 18:30 Uhr – Filmvorführung

„An den Rand Geschrieben – Rumänisch-deutsche Schriftsteller im Fadenkreuz der Securitate“ von Helmuth Frauendorfer (2010)

[Anmerkung: Anzeige des Deutschen Kulturzentrums Kronstadt, Rumänien]

Donnerstag, 30. August 2012

Clarinet Summit 02.09.2012




Das Goethe Institut, in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Kulturzentrum Kronstadt und dem Geschichtsmuseum Kronstadt laden Sie am 02. September 2012 um 20:30 in die Weberbastei ein zu einem live jazz Konzert ganz besonderer Art.

Das Klarino ist auf dem Balkan seit mehr als 150 Jahren ein bedeutendes Melodieinstrument. Aufgrund der verwandten Geschichte der Länder haben sich – trotz aller Unterschiede – bis heute viele stilistische Gemeinsamkeiten in der Klarino-Musik erhalten. Die stilistischen Zugehörigkeiten halten sich dabei nicht an Staatsgrenzen!

Um an diese gemeinsame Musiktradition anzuknüpfen hat das Goethe-Institut die Klarinetten-Musiker

Stavros Pazarentsis (Griechenland), Sergiu Balutel (Rumänien), Slobodan Trkulja (Serbien) Oguz Büyükberber (Türkei), Claudio Puntin (Schweiz/Italien/Deutschland), Steffen Schorn (Deutschland) & Bodek Janke (Perkussion, Polen/Russland/Deutschland)

zu einem dreitägigen Workshop in Athen eingeladen. Gemeinsam haben sie musikalische Schnittmengen zwischen Jazz und der Klarino-Musik des Balkans entdeckt und erarbeitet.

Die musikalische Projektleitung haben die deutschen Jazzer Steffen Schorn und Claudio Puntin übernommen. Das Ergebnis: eine ungewöhnliche und pulsierende Mischung aus eigenen Kompositionen, Jazz und Folklore in neuem Outfit; frische Klangfarben mit viel Spielraum für Spontanes und Improvisation. Spannung und Vielfalt, die überzeugen!

Das Eröffnungskonzert der Tournee findet am 31. August in Athen statt. Das zweite Gastspiel findet dann am 02. September in Kronstadt, in der Weberbastei statt.
Wir erwarten Sie zu einer Begegnung nicht nur musikalischer Art.

[Anmerkung: Anzeige des Deutschen Kulturzentrums Kronstadt, Rumänien]

Freitag, 1. Juni 2012

Freitags Lektüre - Bettina Schuller - DIE TÄGLICHE STRASSE

Immer wieder gehe ich denselben Weg hin und zurück. An manchen Tagen zweimal, wenn es am Nachmittag noch etwas zu tun gibt. Seit vielen Jahren. 

Die Bäume zu beiden Seiten der schnurrgeraden Strasse werden grün und dürr. Man sagt, das geschehe nach einem Rhytmus. Mir aber scheint es, als wären die Äste allzulang dürr gewesen.

Ich werde diesen Weg auf und ab gehn, bis meine Dienstjahre um sind. Immerhin noch einige tausend Mal und dann - weiter, wie ein Pendel, das ausschwingt. Wohin sollte ich auch gehn, nach so langer Zeit? Meine Augen saugen sich am Pflaster fest. Meine Schritte sind in die Strasse gewachsen, meine Muskeln ahmen ihre Entfernungen nach. Der Weg ist ziemlich lang, ungefähr zwei Kilometer, fünfundzwanzig Minuten zu Fuss.

Allmählich ist er rund geworden wie die Welt, und dem Runden kann man nicht entgehen, auch nicht den runden Gedanken, die sich im Gehirn manchmal wie Reifen ineinanderschieben, und man glaubt bei aller Ruhe und Nüchternheit, dass man nun wahnsinnig wird, und vielleicht ist auch ein wenig Hoffnung dabei. 

Aber dann kommt der Strassenübergang, ein Auto bremst, und der Reif im Gehirn lockert sich, die Gedanken fließen weiter, fließende Bänder; an manchen Stellen glänzen sie auf, aber immer seltener.

Dabei geht in der Strasse allerei vor sich, sie ist ausgefüllt mit einem zähen grauen Brei von Ereignissen, die durcheinander brodeln, und es wäre wohl die Aufgabe einer großen Seele, die Menschen daraus hervor zu fischen und sie abzubürsten, bis sie wieder farbig sind, rot und braun und hellblau und weiß, gut und böse. 

In meiner langen Strasse trägt sich die ganze Welt zu. Da gibt es Männer und Frauen, Säuglinge und Sterbende; was braucht es mehr? Auf der ganzen Welt laufen Menschen hin und her - dieselben Strassen -, und von den Millionen Gesichtern sehen sie immer wieder die gleichen, und überall werden die Strassen rund, die Enden schließen sich.

Ich möchte manchmal sehr viel Glühwein trinken, obwohl das Strassenkomitee Stecklinge setzt.

Text vollständig übernommen aus: Worte und Wege - Junge deutsche Prosa in Rumänien, eine Anthologie von Hans Liebhardt, Kriterion Verlag Bukarest 1970, Seite 182

Freitag, 25. Mai 2012

Freitags Lektüre - DER BRUNNENGEIST



Ein Mann und eine Frau hatten einen Knaben. Weil sie aber so arm waren, dass nicht einmal die Asche in der Feuerstelle ihnen zu eigen gehörte, sprach der Knabe, als er schon herangewachsen war: "Ich will dienen gehen und mich und euch ernähren." Die Eltern willigten ein und der Vater begleitete ihn eine Strecke Weges, bis sie zu einem Brunnen mit klarem Wasser kamen, da setzten sie sich, um zu essen und dann zu scheiden. Wie nun der Vater den Kuchen, den die Mutter dem Knaben gebacken und auf die Reise mitgegeben hatte, entzweibrach und einen Bissen davon verschlucken wollte, blieb ihm dieser im Halse stecken, also dass er ihn nur mit vieler Mühe hinunter brachte und dabei seufzte: Hei! Hei! Kaum aber war der Seufzer über seine Lippen, so warf das Wasser im Brunnen hohe Wellen und der Brunnengeist stieg aus demselben errpor und sprach: "Ich bin Haihai, warum rufst du mich?" Vater und Sohn hatten zuerst Angst, erzitterten am ganzen Leibe. Da das der Brunnengeist sah, sprach er ihnen Mut zu, befragte sie über ihre Umstände und über den Zweck ihrer Reise und als er da hörte, er wolle das Leben ändern, sagte er: "Wenn du hundert Jahre suchest, kannst du einen bessern Dienst nicht finden, als bei mir, denn mein Jahr währt nur 3 Tage, und wenn die verstrichen sind, will ich dich ganz in Kupfer kleiden." Darob freute sich der Bube und die Mutter, auch dem Vater gefiel der Antrag, nur wusste er nicht, wie und wo er den Buben wieder finden werde. Zuletzt willigte er aber doch ein und ehe er sich versah, verschwand der Geist samt dem Buben in den Wellen des Brunnens. Da tat es dem Vater doch leid und er konnte kaum erwarten, bis die drei Tage um waren. Allsogleich ging er wieder hin zum Brunnen und rief den Brunnengeist beim Namen, Da rauschte das Wasser und der Brunnengeist stieg herauf, rechts und links einen Knaben, beide in Kupfer gekleidet und einander vollkommen ähnlich. Der Brunnengeist sprach: "Einer von diesen ist dein Sohn, vermagst du ihn zu erkennen, so mag er mit dir nach Hause ziehen, wenn nicht, so muss er mir noch ein Jahr dienen." Der Vater, wie er das hörte, glaubte schon sein Kind zu verlieren. Wie er aber die Knaben genau betrachtete, erkannte er den seinen danach, dass er die Haare rechts gekämmt trug, trat auf ihn zu und sprach: "Dass ist mein Sohn." Der Brunnengeist antwortete: "Er ist's und mag mit dir ziehen, so du ihn mir aber noch ein Jahr lassest, will ich ihn ganz in Silber kleiden." Der Vater wollte anfangs nicht, weil aber der Bube ihm zuredete, liess er's geschehen und ging mit den kupfernen Kleidern nach Hause. Als das Jahr um war, fand er sich zur bestimmten Stunde wieder am Brunnen ein und rief den Brunnengeist beim Namen. Da rauschte das Wasser und der Geist stieg herauf, rechts und links einen Knaben zur Seite, beide in Silber gekleidet und einander vollkommen ähnlich. Und der Geist sprach: "Einer von diesen ist dein Sohn, und vermagst du ihn zu erkennen, so mag er mit dir nach Hause ziehen, wenn nicht, so muss er noch ein Jahr dienen." Der Vater, wie er das hörte, glaubte schon sein Kind zu verlieren. Wie er aber die Knaben genauer betrachtete, erkannte er seinen daran, dass er den Gürtel enger geschnallt trug als die anderen, trat auf ihn zu und sprach: "Dies ist mein Sohn." und der Brunnengeist sprach: "Er ist's und mag mit dir ziehen, so du ihn aber noch ein Jahr lassest, will ich ihn ganz in Gold kleiden." Der Vater wollte nicht einwilligen, sondern zog mit dem Buben heim und waren reiche Leute.

 
Text vollständig übernommen aus: Rumänische Märchen und Sagen aus Siebenbürgen, gesammelt und ins Deutsche übertragen von Franz Obert, Hermannstadt 1925, Nr. 13, Seite 25
Foto (Urheberrecht: Parmena Zirina): Brunnen im Botanischen Garten - Baltschik, Bulgarien 

Donnerstag, 24. Mai 2012

Einladung zum Harald-Oeler-Konzert am Samstag, den 26.05.2012, um 20.30 im Festival39


Das Deutsche Kulturzentrum und die Alliance Française Kronstadt


laden Sie herzlich zum Gipsy-Swing-Konzert der Harald-Oeler-Band ein, das im Rahmen der KulturCafé-Woche (20.-26. Mai 2012) in Kronstadt am Samstag, den 26.05.2012, um 20.30 im Festival 39, str. Republicii 62, stattfinden wird.

Harald Oeler ist Preisträger bei vielen nationalen und internationalen Musikwettbewerben, darunter der 3. Preis beim 3rd International Accordion Competition JAA Tokio/Japan 2002. Als erster deutscher Akkordeonist wurde er 2007 beim wohl bedeutendsten internationalen Akkordeonwettbewerb in Arrasate/Spanien mit einem 2. Preis ausgezeichnet. Er ist Alumnus der Studienstiftung des deutschen Volkes und der Yehudi Menuhin Stiftung „Live Music Now". 2008 wurde er als erfolgreichster Absolvent Bayerischer Musikhochschulen mit dem Bayerischen Kulturpreis ausgezeichnet.

Die Band besteht aus hervorragenden Musikern: Harald Oeler – Akkordeon, Thomas Buffy – Violine, Rehan Syed – Gitarre, Felix Himmler –Kontrabass und Stefan Degner – Gitarre. Sie werden ein Gipsy-Swing Programm spielen - eine mitreißende, rhythmische und virtuose Musik, die in den 30er Jahren von Django Reinhardt geprägt wurde, und französische Musette-Walzer.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!


Anzeige komplett und unmittelbar vom Deutschen Kulturzentrum Kronstadt übernommen.